Unser Hoher Fläming
Sanfte Hügel, stille Wälder, alte Burgen – und mittendrin Klepzig.
Wer Flämingradio einschaltet, hört ein Stück Heimat. Gesendet wird aus Klepzig, einem kleinen Dorf mitten im Naturpark Hoher Fläming. Hier bin ich aufgewachsen, hierher bin ich zurückgekehrt, und von hier aus geht die Sendung in die Welt. Auf dieser Seite möchte ich euch zeigen, was diese Landschaft so besonders macht.
Ein Naturpark vor den Toren Berlins
Seit 1997 ist der Hohe Fläming Naturpark. Er umfasst rund 827 Quadratkilometer zwischen Bad Belzig, Wiesenburg und Ziesar. Etwa die Hälfte davon ist Wald, die andere Hälfte Feld und Wiese. Dazwischen liegen kleine Dörfer mit Feldsteinkirchen, in denen zusammen nur etwa 27.000 Menschen leben.
Geformt hat diese Landschaft die Eiszeit. Die Gletscher haben Hügel aufgeschoben und Findlinge zurückgelassen. Das Schmelzwasser hat die Rummeln ausgewaschen, tief eingeschnittene Trockentäler, die es so nur hier gibt. Wer zum ersten Mal in einer Rummel steht, glaubt kaum, dass er noch in Brandenburg ist.
Raben: Burg, Naturparkzentrum und Burgenlinie
Der beste Ausgangspunkt für einen Besuch ist Raben. Im Naturparkzentrum in der „Alten Brennerei“ erfährt man in einer Erlebnisausstellung alles über Landschaft, Tiere und Pflanzen des Naturparks. Über dem Dorf thront auf dem „Steilen Hagen“ die Burg Rabenstein, eine der am besten erhaltenen Burgen Brandenburgs.
Von Raben aus führen schöne Rundwege in die Umgebung, etwa der Bergmolchwanderweg durch das Naturschutzgebiet Planetal oder der Grüne-Rummel-Wanderweg, der zu Füßen der Burg in eine der typischen Rummeln führt. Zusammen mit der Burg Eisenhardt in Bad Belzig und Schloss Wiesenburg bildet die Burg Rabenstein das „Burgendreieck“ des Hohen Fläming. Und von Klepzig aus sind es übrigens nur fünf Kilometer bis zur Burg.
Wer ohne Auto kommt, fährt mit der Burgenlinie von regiobus bis vor die Tür des Naturparkzentrums. Schon der Bus zeigt, was einen erwartet: Schloss Wiesenburg, Burg Eisenhardt und Burg Rabenstein.
Zu Fuß von Burg zu Burg
Der Hohe Fläming ist Wanderland. Der bekannteste Weg ist der Burgenwanderweg: 149 Kilometer lang, verbindet er die Burg Eisenhardt in Bad Belzig, die Burg Rabenstein, Schloss Wiesenburg und die Bischofsresidenz Ziesar. Seit 2010 trägt er das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.
Man muss ihn nicht am Stück laufen. Der Weg ist in Etappen eingeteilt, und mit der Burgenlinie kommt man auch ohne Auto zurück zum Ausgangspunkt. So wird aus einer Wanderung ein Tagesausflug, mit Feldsteinkirchen, stillen Wäldern und mancher Rummel am Wegesrand.
Was man von oben sieht
Ich habe den Hohen Fläming in meiner Dienstzeit etliche Male aus dem Polizeihubschrauber gesehen, oft nachts bei der Suche nach Vermissten. Von oben merkt man erst, wie klein die Dörfer sind, wie dicht der Wald und wie nah die Autobahn.
Und man lernt Demut. Vorher dachte ich, von oben sieht man alles. Aber schon ein Bachlauf mit Pappeln kann ganze Armeen verstecken, wenn man nicht von der richtigen Seite hineinschaut. Und nach ein paar Kreisen in der Luft ist ohne Übung jede Orientierung dahin.
Diese Landschaft ist schön, aber sie ist auch verletzlich. Eine heile Welt ist sie nicht, und auch hier gibt es handfeste Interessen und manchen Streit. Umso mehr lohnt es sich, sie kennenzulernen und auf sie achtzugeben.
Mehr Fläming gibt’s nirgends
Und wer sich lieber zu Hause in den Fläming hineinhören möchte: Mittwochs und sonntags ab 20 Uhr sende ich live aus Klepzig, zum Hören und Zuschauen, direkt vor der Haustür und in die Welt.
