650 Jahre Klepzig
Erste urkundliche Erwähnung 1377 · Jubiläumsfest am Samstag, 24. Juli 2027
Im Jahr 1377 taucht unser kleines Klepzig zum ersten Mal in einer Urkunde auf – als „Zolle vnd geleite zu Clepczk“. Schon damals lag hier also eine Zollstelle an einem Handelsweg. Wer heute durch das ruhige Dorf am Waldrand fährt, würde das kaum vermuten.
Am Samstag, 24. Juli 2027, feiert Klepzig sein 650-jähriges Jubiläum, und Flämingradio begleitet es. Auf dieser Seite erzählen wir bis zum Fest Stück für Stück aus der Geschichte unseres Dorfes – von den Anfängen über die Jahrhunderte bis heute.
Vor der Urkunde
Klepzig ist älter als seine Urkunde – viel älter. Der Klepziger Dorfkern ist in der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Bodendenkmal eingetragen: Hier siedelten Menschen schon in der Bronzezeit, später in der Eisenzeit und in der römischen Kaiserzeit, als Germanen im Fläming lebten. Rund 3.000 Jahre Siedlungsgeschichte liegen also unter unseren Füßen. Lange bevor ein Schreiber den Namen aufs Pergament brachte, kamen dann die Slawen und gründeten das Dorf, das wir heute kennen.
Woher der Name kommt, darüber gehen die Meinungen bis heute auseinander: vom slawischen „chleb“ für Brot – „Chlepzig“, das kleine Brot – oder von einem Siedlungsgründer namens Klepzig? Die Klepziger Chronik und die Geschichtsbücher erzählen hier unterschiedliche Geschichten.
Quelle: Denkmalliste des Landes Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark (Stand 01.01.2026), Gemarkung Klepzig, Bodendenkmal Nr. 30197.
1377 – Zoll und Geleit zu Clepczk
Die erste Erwähnung verrät mehr, als man denkt: „Zoll und Geleit“ – hier wurde Wegezoll erhoben, und Reisende und Händler bekamen sicheres Geleit. Klepzig war damit eine kleine Station an einer Handelsroute durch den Fläming. Schon 1383 wird der Ort erneut genannt, diesmal als „czu Clepzczk“.
Durch die Jahrhunderte
1383 kam Klepzig an die Familie Hildebrand. Im 15. Jahrhundert entstand die Dorfkirche, deren Feldsteinmauern bis heute das Dorfbild prägen. Für 1419/1420 ist im Dorf ein Richter überliefert.
Diese Zeitleiste wächst mit jedem Fund – Fortsetzung folgt.
Klepzig feiert
Feiern können sie in Klepzig. 2002 wurde das 625-jährige Jubiläum mit einem großen Fest begangen, und dazu erschien die Klepziger Chronik. Unvergessen auch das Dorffest 2013, als „Rotkäppchen und der Wolf“ einmal ganz anders aufgeführt wurde – mit Standing Ovations. Und wer einmal im restaurierten Schlitten des Tischlermeisters zur Dorfrundfahrt mitgefahren ist, im Sommer auf Rädern, im Winter auf Kufen, der weiß, was Klepzig ausmacht.
Macht mit!
Habt ihr alte Fotos, Geschichten oder Erinnerungen an Klepzig? Dann meldet euch direkt bei unserer Ortsvorsteherin – oder natürlich auch hier bei Flämingradio, über die Wunschbox oder direkt im Chat. Ich leite alles selbstverständlich umgehend weiter.
Jedes Stück Dorfgeschichte ist willkommen!
